Am 08. Mai 2015 konnte ein Denkmal für das Strafgefangenenlager „Elberegulierung“ Griebo und seine Opfer feierlich eröffnet werden. Viele Einwohner aus Apollensdorf und Griebo waren gekommen. Eine besondere Freude war es, auch die Angehörigen zweier ehemaliger Strafgefangenen zu begrüßen. Sie haben mit diesem Denkmal einen Ort des Trauerns erhalten und eine Würdigung für Ihre Großeltern, die niemals eine Rehabilitation erfahren haben.
Im Rahmen dieses Festaktes, der u.a. mit Gedichtrezitationen von Schülern meines ehemaligen Gymnasiums mitgestaltet wurde, hielten der damalig amtierende Oberbürgermeister Eckehard Naumann, die Ortsbürgermeisterin Angela Menzel und die Angehörige Sabine Schmidt Ansprachen. In meiner Rede wurde mir die Ehre zu teil, Grußworte von Dr. Petr zu übermitteln.
Das Denkmal entstand mit Unterstützung des Kultur- und Traditionsvereins Apollensdorf und Wittenberger Unternehmen. Es ist direkt am Elberadwanderweg gelegen und soll damit nicht nur Anwohner mahnen und informieren, sondern auch Touristen aus ganz Deutschland, die den Radweg nutzen. Die Anordnung der Sandsteinquader ist der Aufstellung der ehemaligen Lagerbaracken nachempfunden und soll Besuchern helfen, sich ein Bild vom Aufbau des ehemaligen Strafgefangenenlagers zu machen.
v.l.n.r.: Oberbürgermeister Eckehard Naumann, Sabine Schmidt (Angehörige), Ortsbürgermeisterin Angela Menzel, Bettina Harreß (Angehörige), Johanna Keller
Foto: K.P. Menzel